Die viszerale Osteopathie befasst sich mit den inneren Organen des menschlichen Körpers. Im Fokus liegen die Aufhängungen und ligamentären Verbindungen der Organe untereinander, ihre Bewegungen (Mobilität, Motrizität, Motillität) sowie ihre Mechanik und Struktur im Bezug auf das Nervensystem und den gesamten Organismus.
Wenn ein Organ sich aus Sicht der Osteopathie nicht an seinem optimalen Platz befindet oder durch Giftstoffe und/oder falsche Ernährung belastet ist, verliert es nach und nach die Fähigkeit, sich selbst zu tragen und senkt sich in der Regel ab. Dieser Vorgang kann zu erheblichen Beschwerden führen sowie Ursache für eine Kettenreaktion sein. Denn häufig zieht ein Problem über die angrenzenden Verbindungen von einem Organ zu einem anderen und kann damit weitere Störungen verursachen. klassische Störungsbilder in der Osteopathie für den viszeralen Bereich sind u. a. saures Aufstoßen (Reflux), Asthma , Blasenentzündung, allgemeine Verdauungsbeschwerden, chronische Schmerzzustände. Diese Störungen sollten zunächst immer durch eine schulmedizinische Untersuchung analysiert werden, bevor sie mit der Osteopathie behandelt werden. In solchen Fällen hat sich die Osteopathie auch erfolgreich als Begleittherapie neben der schuldmedizinischen Behandlung bewährt.